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Eine Aktion der Theorie für eine durchdachte Kulturpraxis
Zu den Zielen des KulturLabors gehören im Allgemeinen:
- den synergetischen Zusammenhang zwischen Kunst, Wissenschaft und Bildung
zu er- und begründen
- Kultur zu entgrenzen, d.h. frei zu machen von sozialen, ethnischen und
nationalen Beschränkungen und den Begriff der Inter- und
Transkulturalität weiterzuentwickeln Kultur lebt schließlich von der
Durchmischung und gegenseitigen Befruchtung
- zu neuen Bildungs- und Kulturpraktiken zu gelangen und die Schule mit neuen
Modellen zukunftsfähig zu machen
- Bildungsutopien zu entwickeln und neue Visionen des Lernens zu schaffen, so
z.B. «Ohne Schule Lernen denken»
- Kulturschaffen neu zu koordinieren und zu vernetzen
- eine transzendentale Bestimmung des Ästhetischen zu finden,
um der ästhetischen Bildung jenes Gewicht im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verleihen,
das ihm zukommen müsste, wenn Denken und Handeln nicht in technokratischem
Faktenfetischismus und Rationalitätsirrsinn ersticken sollen
- den Diskurs über Kulturarbeit zu fördern, um damit Räume für theoretische
Selbstreflektion zu schaffen, damit Kulturarbeit nicht in Antragsaktivismus
und Bürokratismus erstickt.
Zu den Zielen des KulturLabors gehören im Besonderen:
- Die Kooperation mit Studierendenschaften zu suchen, um studentische
Kulturarbeit theoretisch wie praktisch zu stärken; es werden im TZE Workshops,
Diskussionsrunden und Symposien angeboten;
- Material über stundentische Kulturarbeit zu sammeln
- sich an Entwicklung und Koordination von Kulturprojekten zu beteiligen
- Interkulturarbeit ruhrgebietsweit organisieren und koordinieren
zu helfen
Das KulturArchiv dient hierbei als Steinbruch
der Ideen. Hier versuchen wir, Angedachtes, Experimentelles, Revolutionäres aus der
Vergangenheit so anzuordnen, dass das Material auf ihre Gegenwarts- und Zukunftsfähigkeit
hin geprüft werden kann und nicht in Vergessenheit gerät, während die handelnden
Subjekte heute in Amnesie, Aphasie und Agonie verfallen. Auch ist es heute dringend
vonnöten, das immerwährende Neuerfinden des Rades zu stoppen und aus dem
perpetuum mobile der Unfähigkeit des kreativen Handelns, der
Phrasendrescherei und des Aktionismus ohne Sinn und Verstand auszusteigen.
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